anti-zine

heute über dem burger-king heft gesessen, und mich gefreut, dass alle bewertungen mit einem “spektakulär”, “einzigartig” oder anderem angefangen haben. da habe ich mir gedacht, und jetzt kommt die geschäftsidee, dass man mal so richtig fein ein anti-zine machen müsste, wo neue filme, neue platten, neue bücher, neue blogs(!!!) und alte auch, einfach substanzlos, irrwitzig und besserwisserisch zerrissen werden. am ende werden kotzpunkte vergeben und kurzbewertungen wie “saudämliches gelaber, das seinesgleichen sucht”. das problem wäre nur, dass man sich ja ständig über alles aufregen müsste. aber bei dem, was da auch ständig geschrieben, gemacht, und überhaupt wird, hätte man ganz schnell ein beachtliches anti-zine zusammen. oder natürlich als blog aufziehen. kurz ein link, kurz abgewatscht und für schlecht befunden und die geliebte kurzbewertung. dafür bräuchte man nur webspace und autoren. und bei einer tatsache müssen wir uns nichts vormachen, bevor ich auch nur einen zweiten autoren gefunden habe, ist die sonne da draußen schon implodiert. mit creative common lizenz ist diese idee zu haben. ich finds super. ich hätte auch schon ein paar beispiele parat, wo hochgradige peinlichkeiten abgefeiert werden, die meinen erzeugten mist in sachen peinlichkeit bei weitem übertreffen. dann denke ich mir immer, dass es so schlimm bei mir nun auch noch nicht ist. die substanzlosigkeit und niveaulosigkeit eines burger-king magazines ist natürlich ein maßstab, der mir eine große freude bereitet. eine ansammlung von schlechtigkeiten. da gehen mal wirklich drei säulen in meinem herzen auf.